„Ich liebe es, Theater zu spielen. Es ist so viel realistischer als das Leben“.


Oscar Wilde (1854 – 1900), irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor

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Theater spielen

Das Ma Mu-T Center bietet Kurse im Theater spielen mit professionell ausgestattet Bühne an. Ebenso ist es mit Diaprojektor und verschiedenen Lichteffekten ausgestattet. Unser Theater hat ein reichhaltiges Arsenal an Kostümen und Bühnenbilder. Wir bieten Kurse in unserer Kinderschauspielschule für Kinder zwischen 3 und 9 Jahren an.

Warum ist Theaterspielen für die Entwicklung von Kindern so wichtig?

In unseren Theaterkursen lernen die Kinder, ihre kreativen Energien zu bündeln und auf ein Ziel hin zu proben. Dabei muss es nicht gleich die grosse Aufführung sein, auch schon kleine Szenen und Spielimpulse geben den Kindern die Möglichkeit, sich mit Fantasie und Sensibilität in Rollen einzufühlen und mit anderen in der Gruppe auszuprobieren. Theaterspielen macht Kindern nicht nur Spass, sondern ermöglicht ihnen auch, immer neue Erfahrungen mit sich selbst zu sammeln. Kinder spielen Theater im täglichen Umgang miteinander, in zahlreichen Rollenspielen mit und ohne Verkleidung.

Die Kinder erarbeiten Techniken, die sie befähigen, zunehmend ihre Ausdrucksmöglichkeiten kreativ zu erweitern und durch Mimik, Gestik und Sprache unterschiedliche Empfindungen zu gestalten und anderen mitzuteilen. Indem die Kinder in neue Rollen schlüpfen werden Hemmungen abgebaut, sprachliche Unsicherheiten ausgeglichen sowie Selbstbewusstsein und Persönlichkeitsentwicklung gestärkt. Das Entwickeln einer Bühnenpräsenz ist ein wichtiger Aspekt unserer Kurse. Die Kinder erfahren, dass ihre Arbeit „darstellende Kunst“ ist.

Dabei bietet die eigene Gruppe im wöchentlichen Unterricht die idealen Voraussetzungen, um geschützt und mit Unterstützung der Kursleiter kreative Wege und individuelle Ausdrucksmöglichkeiten zu finden. Die Kinder entwickeln dadurch mehr Selbstvertrauen. Sie lernen ihre Grenzen und Blockaden kennen und diese auch zu überwinden, laut „Nein“ zu sagen, zu sprechen, wenn alle zuhören, Kritik konstruktiv zu äussern oder auch mal einzustecken und kreativ umzusetzen. Mal die Führung zu übernehmen und mal den Loser zu spielen. Talent ist dabei zwar eine gute Basis und wird von den Kursleitern schnell erkannt und entsprechend gefördert, ist aber erstmal gar nicht so wichtig. Viel wichtiger ist die Fähigkeit, sich einzulassen, neugierig und mutig zu sein (oder zu werden). Ausdauer und Disziplin gehören natürlich auch dazu.

Kindertheater ist auch Tanztheater, ist auch Sprech-, Puppen- und Objekttheater, und es ist auch Musiktheater und Kabarett. Es ist dies alles in reiner Form, aber es entstehen zunehmend spartenübergreifende Inszenierungen. Gerade Grundschulkinder lieben Rollenspiele. Puppen werden lebendig und spielen Familiensituationen nach, Stofftiere sprechen und durchleben Kinderalltag, Autos fürchten sich vor der Waschanlage oder dem nächsten Werkstattbesuch. Kinder verarbeiten in diesen Rollenspielen Erlebnisse ihres Alltags.

In diesem Kurs lernen Kinder, Erlebtes in Worte zu fassen, darzustellen, zu reflektieren und mit den Erlebnissen anderer Kinder zu vergleichen. Dazu muss man kein Rollenbuch auswendig lernen. Durch Improvisationen werden die Themen aufgegriffen, die gerade anstehen. Dabei will zuhören genauso gelernt sein wie vor einer Gruppe sprechen.

Folgende Methoden und Spielformen angewendet werden:

  • Lieder und Reime in Grob- und Feinmotorik, alleine, zu zweit und in der Gruppe, als Theaterform.
  • Fortbewegungsarten,
  • Sprachspiele,
  • Sensomotorische Wahrnehmungsspiele,
  • Rollenspiele,
  • Experimentierphasen mit Materialien und Kostüme,
  • Übergänge zwischen Methoden/ Spielformen als Wahrnehmungsaufgaben,
  • Entspannungs- und Ruhephasen,
  • darstellendes Spiel in Märchen und Episoden,
  • kreatives Gestalten mit Mimik und Gesichtsausdrücke,
  • Improvisation mit Instrumenten, Tanz- und Bewegungsformen
  • Das Rollenspiel / Phantasiespiel
  • Das Spiel als Imitationsmöglichkeit
  • Das Spiel als emotionale Funktion
  • Das Symbolspiel

Das Kind übernimmt die Rollen aus seiner Erlebniswelt. Personen, Tiere oder personifizierte Gegenstände werden nachgeahmt. Dabei identifiziert sich das Kind mit den jeweiligen Rollen bzw. Tätigkeit. Oftmals wählen die Kinder Rollen aus, vor denen sie sich in der Realität fürchten.

Rollenspiele sind eine kindgerechte Art und Weise Spannungen und Aggressionen ab zu bauen, sich unerlaubte Wünsche zu erfüllen. Das Spiel dient also der Stabilisierung des inneren Gleichgewichtes.

Ziel des Rollenspiels / Fantasiespiels: Einfühlen in verschiedene Rollen, Aggressionsabbau, Stabilisierung des inneren Gleichgewichts

Im Spiel kann das Kind das imitieren, was die Erwachsenen ihm vorleben. Das Kind kann Erfahrungen machen und Fähigkeiten erwerben, welches es im späteren Leben, unter anderem bei der zwischenmenschlichen Interaktion, brauchen wird. Das Kind hat weiterhin die Möglichkeit unterschiedliche Rollen einzunehmen, die es im wahren Leben nicht einnehmen kann oder nicht einnehmen darf.

Durch das Spiel hat das Kind die Möglichkeit, die Eindrücke, die es den Tag über gesammelt hat zu verarbeiten. Erlebte Situationen werden nachgespielt und dadurch nochmals durchlebt, interpretiert und bewertet. Dabei lernt das Kind vor allem auch, mit eigenen Emotionen und deren Anderer umzugehen und diese zu verstehen.

In dieser Phase wird die Phantasie des Kindes immer mehr ausgeprägt. Das Kind probiert nun nicht mehr alles in der Realität aus, es kann nun das Ergebnis seines Handelns innerlich vorwegnehmen. Ziel des Symbolspiels: Üben der geistigen Funktion " Vorstellung" als Vorstufe für innerliches Handeln und Denken.

Ziele und Bedeutung

  • auditive und taktile Botschaften in Bewegung umsetzen,
  • multisensorische Begriffsbildung der Gegensätze „gerade und krumm“,
  • Konzentration vertiefen,
  • Sozialverhalten üben,
  • Selbstbewusstsein stärken,
  • Hördifferenzierung verbessern,
  • Raumwahrnehmung und -orientierung fördern

Methoden und Spielformen des Theaterspiels

Das Spiel stellt ein lebendiges und kreatives Medium des Lernens dar, bei dem die Spielenden die Lernanstrengungen selbst nicht empfinden. Sie entfalten die im Medium Spiel geforderten Kräfte aus sich selbst und setzen sie mit hoher Eigenmotivation um rhythmische Erziehung ist spielerisches Agieren und Lernen in vielfältigster Form. Im Spiel lernt das Kind durch Selbstbetätigung, und es wird gleichzeitig durch Angebote von außen in seiner Bildungs- und Lernaktivität unterstützt. Oft sind Kinder so in ihr Spiel vertieft, dass sie die Welt um sich herum vergessen. „Dann sollte man sie nicht stören“, rät der Experte. Gerade Phasen, in denen ein Kind sich für etwas begeistert und hochkonzentriert spielt, bringen es in seiner Entwicklung voran. Grundsätzlich benötigt es eine gewisse Zeit, um die vielen Eindrücke um sich herum zu verarbeiten.

Soziale Kompetenz

Durch die Regelmässigkeit des Theatertermins entstehen Rituale- diese sind für die Entwicklung und Vorbereitung auf Kindergarten, Schule, etc. wichtig. Ebenso lernen die Kinder spielerisch sich an Regeln zu halten, einen bedeutsamen Erziehungsfaktor. Die Zusammenkunft mit anderen Kindern bringt so früh einen Gemeinschaftssinn hervor und lässt eine Gruppendynamik entstehen. In Spielen überwinden sie ihre Berührungsängste. Außerdem wird der Umgang mit neuen Situationen ausserhalb des gewohnten Umfelds erleichtert – so wird das Sozialverhalten gefördert und es entsteht Selbstvertrauen.

Wir glauben an einen Bedarf an Kindertheater.



Eigentlich spielen Kinder ihr Theater selbst, schlüpfen in Rollen, um sich auszuprobieren und Handlungsstrategien zu erproben.

Wir glauben an die Vielseitigkeit des Kindertheaters und seine besondere Aufgabe im künstlerischen Raum.

Dem Kindertheater wurde oft gesagt, wie es sein soll. Es solle niedlich sein und den nostalgischen Glauben der Erwachsenen an eine „unbeschwerte Kindheit“ stützen; es solle „wichtige“ Mitteilungen an Kinder freundlich verpacken, solle Orientierung geben. Eindeutigkeit wird verlangt – und sei es die Eindeutigkeit von „Habt Spass!“ oder „Seid phantasievoll!“. Die Umsetzung dieser eingeschränkten Sicht auf die Zielgruppe wendet sich gegen das Theater selbst. 


Wir glauben an die Notwendigkeit eines guten mobilen und stationären Kindertheater Angebotes.

Was „Kultur“ ist, wird derzeit auch durch die Kinder verändert. Gerade für Kinder 
scheint Kultur zunächst aus dem zu bestehen, was verfügbar ist: Was selbst getragen, gesammelt, wieder gehört und gesehen werden kann. Was „alle“ kennen und können, darüber kann man sich austauschen. Dabei wird die Gleichaltrigen-Gruppe immer früher zum Kontext, auf den hin Kinder ihren Bedarf an Informationen aus einer Fülle auswählen. Informationen brauchen Erfahrungen, die „Sinn“ machen vieler Kinder der gleichen Quelle entspringen: der Suche nach dem, was „wirklich wichtig“ ist. Durch die regelmäßigen Theaterübungen wird die Wahrnehmung sensibilisiert. Gleichzeitig entwickeln die Kinder durch die bewältigten Aufgaben und die daraus resultierenden Erfolge Selbstbewusstsein und lernen ein natürliches Auftreten. Durch die spielerische und musikalische Arbeit, etwa in Form von Improvisation und Rollenspielen, werden die Kreativität und Phantasie gefördert. Auf diese Weise können Kinder einen eigenen Stil ausbilden und ihre Ausdrucksfähigkeit prägen. Darüber hinaus werden Alltagserlebnisse aus der Kindertagesstätte bzw. Schule verarbeitet.

Das Theaterspiel für die allgemeine Entwicklung

  • Die Sprachentwicklung und die Vernetzung der Gehirnhälften werden durch das Singen und Sprechen von Liedern und Reimen in Kombination mit Bewegungen angeregt rhythmisch gesprochene Sprache fördert bei den Kindern besonders die Fähigkeit, Silben trennen zu können, und beugt einer Legasthenie vor. Jedoch wird ebenso durch Spielformen mit Spüren, Tasten und Bewegen die sensorische Integration, die die Grundlage der Sprachentwicklung darstellt, gefördert.
  • Die soziale und emotionale Intelligenz und Kompetenz werden im Theaterunterricht durch die verschiedenen interaktiven Gruppenkonstellationen gefördert. Beispiele: Spiele zu zweit, als Gesamtgruppe, Dirigierspiele, bei denen einer führt, die anderen folgen.
  • sämtliche Sinneswahrnehmungen, wie Sehen, Hören, Bewegungssinn, Tast-, Spür- und Gleichgewichtssinn, werden in vielschichtigen und ganzheitlichen Spielformen oftmals gleichzeitig angeregt und gefördert.

Potenziale des Theaterspielens mit Kindern

Kinder erfahren ihre Umwelt durch das Spiel. Mit speziell für Kinder geschriebenen Theaterstücken lassen sich deshalb auch komplexe Problemstellungen vermitteln. Achtung der Unweit, Toleranz, Begegnung mit anderen Kulturen sind Themen, deren Behandlung auf diese Weise mit dafür geeigneten Theaterstücken spielerisch initiiert werden kann. So wird es den Kindern durch das Theaterspielen ermöglicht, sich einer fremden Kultur und auch Sprache spielerisch und handlungsorientiert zu nähern. Die Inhalte der Theaterstücke werden erfahrungsgemäß von den Kindern auf vielfältige Weise hinterfragt, wodurch auch naturwissenschaftliche, technische, historische und weitere Sachverhalte angesprochen werden können.

Durch das Theaterspielen wird darüber hinaus das Selbstvertrauen der Kinder gestärkt, ihnen die Einsicht in die Notwendigkeit von Rücksichtnahme, die Übernahme von Verantwortung und die Fähigkeit zur Teamarbeit vermittelt und somit die Entwicklung ihrer Persönlichkeit gefördert.