Tanzen

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Liebe Eltern

Musik, Spiel und Tanz sind für Kinder nicht nur unter entwicklungspsychologischen Aspekten wichtig, sondern sind als kultureller Baustein von grossem Stellenwert. Die Identifikation mit der eigenen Kultur und seinen typischen Kinderliedern ist für das Selbstbild und für die Integration von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Wer sich als Erwachsener nicht auf das Spielen und Singen von „Dornröschen war ein schönes Kind“ oder „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ zurück erinnern kann, dem fehlt im übertragenen Sinne ein Stück erlebte Geborgenheit aus der Kindheit. Lieder und musikalische Spiele erzeugen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und geben dem Erleben Farbe und Stimmung.

Kinder brauchen Musik, Spiel und Tanz

In allen Kulturen der Welt gibt es dasselbe Phänomen: Begeisterte Kinder, die zu einem Lied mit elementarer Lebensfreude tanzen und singen. Die Affinität und Faszination, die von Musik und Tanz ausgehen, sind letztendlich unabhängig vom Lebensalter, von der Intelligenz, vom Kulturkreis und auch von Wahrnehmungsdefiziten und Behinderungen. Musik wird als universelle Sprache betrachtet. Der Mensch lässt sich von Musik emotional „fesseln“ und bewegt sich gerne dazu rhythmisch, wenn es vielleicht nur mit dem grossen Zeh ist!

Lange bevor Kinder Sprechen lernen, kommunizieren sie über ihren Körper mir der Umwelt. Aus diesem und anderen Gründen weisen fast alle Kinder einen ausgeprägten Bewegungsdrang auf. Darüber hinaus besitzen Kleinkinder eine hohe angeborene Kreativität. Eine optimale Möglichkeit diese Fähigkeiten zu bewahren ist das Tanzen.

Unsere Kindertanzkurse speziell auf die kindlichen Bedürfnisse zugeschnitten.

Kreativer Kindertanz ist bereits für sehr kleine Kinder geeignet und macht bis ins Grundschulalter hinein Spass. Im Vordergrund stehen die Entwicklung von Kreativität und Rhythmusgefühl sowie die Sensibilisierung der Sinne. Tänzerische Bewegungsformen werden hier spielerisch eingeübt. Kinder erhalten dabei viel Freiraum, ihre eigene Bewegungsfreude und Kreativität einzubringen. Oft wird mit Materialien wie Tüchern oder aber mit Instrumenten gearbeitet. Eintauchen in andere Rollen und gemeinsames, ineinandergreifendes Handeln im Tanz stärken die soziale Kompetenz und den Selbstwert der Kinder.

Tanzen hat eine Reihe von positiven Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung. Koordination und Reaktion sowie das eigene Körpergefühl verbessern sich und Bewegungen werden durch ein sich entwickelndes Körperbewusstsein sicherer und gezielter umgesetzt. Kinder wollen gern tanzen lernen und das Beste daran: Tanzen lernen macht den Kindern nicht nur Spass, sondern schult auch das Körpergefühl, regt die Sinne an und fördert soziale Kompetenzen, fördert die Konzentrations- und Lernfähigkeit

Darüber hinaus schult Tanzen insbesondere die folgenden Fähigkeiten:

  • Beweglichkeit
  • Ausdauer
  • Kraft
  • Rhythmusgefühl und Musikalität
  • Konzentrations- und Merkfähigkeit
  • Gruppendynamik
  • Körpergefühl
  • Sinneswahrnehmung
  • Lernfähigkeit
  • Geschicklichkeit

Tanzen lernen macht Kinder nicht nur körperlich fit und seelisch ausgeglichen, sondern fördert ebenso Geschicklichkeit, Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit. Tanzen und Bewegung ist auch bei Haltungsschwäche, X-Beinen oder Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose) ein sehr gutes Mittel, die Balance des Körpers der Kinder zu verbessern. Bewegung für Kinder ist also weit mehr als Ausdruck von Neugier und Unternehmungslust. Sie ist sowohl für die physische als auch die psychische Kindesentwicklung von zentraler Bedeutung.

Kindertanz

Beim Kindertanz erlernen Kinder spielerisch Bewegungsformen zu verschiedenen Rhythmen und Musikrichtungen. Dabei wird das Bewusstsein für den Umgang mit dem eigenen Körper, Bewegungen und Rhythmus geschult. Je nach Alter unterscheidet sich das Programm des Kindertanzens – von einfachen Bewegungsabläufen über kleinere und grössere Choreographien bis hin zu Tanzauftritten variieren die Aufgaben.

Musikalische Entwicklung

Schon im Säuglingsalter werden Kinder durch Tanzen und rhythmische Bewegungen gefördert. Das legt den Grundstein für musikalische Entwicklung und Rhythmusgefühl. Du solltest so früh wie möglich mit der Förderung Deines Kindes in diesem Bereich beginnen. Die zusätzliche Bewegung der Kinder beim Tanzen unterstützt ausserdem Motorik, Muskelspannung, Konzentration und Koordination der Kleinen. Zusätzlich haben Kinder beim Tanzen einfach Spass und sie können dadurch schnell geistige und körperliche Fortschritte machen in ihrer musikalischen Entwicklung machen.

Bewegung als Ausgleich

Tanzen fördert Kinder auch motorisch, denn mithilfe dieser körperlichen Betätigung lernen die Kinder ihre Grenzen kennen und können so Selbstsicherheit aufbauen. Nur, wenn Kinder ausreichend Bewegung haben, können sie auch zur Ruhe kommen und sich konzentrieren. Hier werden also schon die ersten Grundlagen für die Schule gebildet. Nicht umsonst gibt es zwischen Mathe, Schreiben und Lesen bereits in der Grundschule den Schulsport, der einen Ausgleich schaffen soll und den Kindern die Möglichkeit gibt, sich auszutoben.

Rhythmik als ganzheitliches Bildungsangebot

Was passiert in der Rhythmik? Rhythmikunterricht basiert auf Umsetzungsformen unterschiedlicher Aktionsmodalitäten, die auf der Grundlage von Musik, Bewegung, Sprache und den Einsatz von Materialien (Instrumenten, allen Arten von Spielmaterialien) angeboten werden. Methodenvielfalt und zahlreiche Interaktionsformen wie Partner- oder Gruppenspiele sind die „Gefässe“, in die die Aktionsmodalitäten wie Singen, Tanzen, Darstellen, Musizieren etc. gefüllt werden.

Voneinander abweichende, unterschiedliche und dadurch Neugierde anregende Rhythmikangebote im polaren Spannungsfeld der Gegensätze erhöhen durch die Abwechslung die Aufmerksamkeitsspanne der Kinder und lassen sie nicht so schnell ermüden. Sehr positiv ist, dass diese Vorgehensweise ausgleichend auf die Kinder wirkt.

Was fördert Rhythmik?

Für Kinder bis zum Schuleintritt stehen unter anderem Lieder und Reime im Mittelpunkt des Rhythmikunterrichts. Sie werden in Kombination in Grob- und Feinmotorik und mit Instrumenten und Materialien angeboten. Die sensomotorische Umsetzung von Musik in Bewegung spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Denn die stimmige Umsetzung der Schnelligkeit und der Lautstärke von Musik in Bewegung, das Umschalten von einer Bewegungsform in die andere und das Reagieren auf Klänge und Geräusche in rhythmisch-musikalischen Spielformen fördern das Zusammenspiel der Sinne und die Entwicklung der Motorik.

  • Rhythmiktanz
  • Kreativer Tanz
  • Tänzerische Akrobatik

Rhythmisch-musikalische Erziehung ist spielerisches Lernen mit den Mitteln Musik, Bewegung, Sprache und Stimme sowie Materialien wie Reifen, Bälle, Bänder usw. die Kinder tanzen, mit einfachen Gegenständen Rhythmus erzeugen oder lauthals ein Lied mitsingen macht Kindern in erster Linie einfach Spass.

Hier stehen die Freude an der freien Bewegung und die damit verbundene Spontanität im Vordergrund. Oft hilft es, wenn wir eine Requisite zur Hand nehmen. Das kann ein Kuscheltier sein, mit dem wir in den Tanz einsteigen möchten oder farbige Chiffontüchlein, die wir in die Luft werfen können. Es kann aber auch ein Ballon sein, welchen wir aufblasen und der uns hilft in eine Bewegung zu kommen. Oder wir geben den Kindern bildliche Vorstellungen wie zum Beispiel das der Wolke, die am Himmel schwebt, oder wir sagen, wir möchten gerne wie das Feuer tanzen etc.

Wichtig ist, dass wir nicht in die falsche Aussage fallen und sagen, jetzt sind wir eine Wolke oder jetzt sind wir das Feuer. Denn das sind wir nicht. Aber wir können uns in der Vorstellung wie Wolken bewegen oder ähnlich wie das Feuer tanzen.

Kombiniert Tanz mit Elementen aus dem Turnen wie beispielsweise Radschlagen. Sie fördert insbesondere Körperspannung und Gleichgewicht sowie - da viele Übungen mit Partnern oder in der Gruppe durchgeführt werden - die soziale Kompetenz. Tänzerische Akrobatik ist für Kinder ab vier Jahren geeignet.

Körperliche Kompetenzen.

Durch rhythmische Tanzübungen und leichte Choreographien verbessern Kinder ihre Koordination sowie Körperhaltung und fördern und erhalten ihre Gelenkigkeit. Dadurch werden Bewegungsabläufe verankert und die Kinder gewinnen an Sicherheit - gleichzeitig wird die Muskulatur nachhaltig gestärkt, Kondition und Kraft werden ausgebaut. Die Entwicklung der Körpermitte sowie der Ausdruckskraft wird gestärkt. Raumgefühl und Haptik werden durch zusätzliche Elemente wie Jongliertücher, Musikinstrumente, Kissen, Decken und Matten verbessert. Tanzen fördert also den gesamten motorischen Bereich.

Form des Lernens.

Kindgerechte Ansprache und zur Neugierde anregende Inhalte tun ihr Übriges, um eine umfassende Bildung der Kinder in Rhythmikangeboten zu ermöglichen – zudem sich das kleine Kind Musik durch Bewegungen einverleibt.

Wichtig ist, dass die Kinder von dort abgeholt werden, wo sie stehen und sich aus den Spielsituationen neue Varianten entwickeln, so dass die Kinder improvisieren und experimentieren können. Diese neuen Erfahrungsfelder unterstützen den Erneuerungsprozess der jeweiligen Situation. Ohne dass es den meisten Pädagogen bewusst ist, ist der autopoietische Prozess ein ständiger Wegbegleiter im pädagogischen Alltag. Es ist ein aus sich selbst schöpfender, sich auf einer anderen Stufe (Vorstellung einer Entwicklungsspirale) erneuernder Vorgang. In diesem Fall ist gemeint, dass die Kinder aus einer ursprünglichen Spielform neue Varianten und Spielmöglichkeiten erfinden und umsetzen. Dieser Prozess stärkt in besonderem Masse die Selbstbildungskräfte des Kindes und fördert seine Intelligenz und Persönlichkeit.

Der Unterricht -„Kindertanz“ der Rhythmiklehrer/innen ist von entscheidender Bedeutung. Sie müssen nicht nur musikalisch und bewegungsmäßig kindgerechte Spielangebote entwickeln, sondern während des Unterrichtes ein Gleichgewicht der Spiel- und Lernangebote erreichen, das die Kinder nicht ermüdet und nicht über- oder unterfordert. Der Unterricht sollte abwechslungsreich sein, das bedeutet nicht ständig ein neues Thema, sondern ein Wechsel von verschiedenen Methoden zu einem Thema. Durch Wiederholungen und Varianten verankern sich die Inhalte besser im Gehirn und bilden wiederum die Grundlage für erweiterte Spielausführungen. Denn in der Sicherheit der Wiederholung lernt das Kind am besten.